Ordnung schaffen aus Leidenschaft

Ich heisse Daniel Schwyzer und bin 21 Jahre alt. Ich arbeite als Trainer und Aufräumcoach. Nebenbei strebe ich im Teilzeit-Studium einen Bachelor of Arts in Philosophy & Sociology an. Aktuelle Trends in Richtung Umweltverträglichkeit und bewussterem Leben beobachte ich mit Freude.

meine Motivation

Das Ausmisten & Aufräumen ist eine (wohl etwas aussergewöhnliche) Leidenschaft von mir. Dass ich damit vielen Klienten einen Mehrwert bieten kann, freut mich umso mehr. Ausserdem können meine Klienten und ich gemeinsam durch Spenden an gemeinnützige und umweltbewusste Organisationen einen Beitrag an unsere Mitmenschen & unsere Umwelt leisten. Ein zufriedeneres und einfacheres Leben ist jedoch zu jeder Zeit das oberste Ziel. 

meine berufliche Erfahrung

2015 startete alles. Über Nacht entledigte ich mich einem Grossteil meiner Sachen und Möbel. Ich fühlte mich dadurch befreit. Damit war ich inmitten eines Trends, von dem ich anfangs noch nicht einmal die Namen kannte: Minimalismus.

2017 kam dann die Idee zur Selbständigkeit. Angefangen habe ich bei Familienangehörigen, Freunden und später dann den Familienangehörigen von Freunden. Ende meiner Schulzeit flossen immer mehr Arbeitsstunden in den Aufbau und die Planung meines Unternehmens.

2019 war wohl das Jahr des Papierkrams: Handelsregistereintrag, Berufshaftpflichtversicherung, Autoversicherung, AHV-Ausgleichskasse. Alles brauchte seine Zeit. Dafür wissen meine aktuellen Klienten, dass Sie bei mir auf der sicheren Seite sind.

2020 (Q1) Der erste Firmenkunde wie auch Besuch und Unterricht an einer ersten Schule in Zürich. Zum ersten mal vier Kunden in einer Woche. Gespräche mit Ricardo über eine mögliche Partnerschaft, einfacheres Verkaufen und die Zukunft von Second-Hand.

2020 (Q2) Die Pandemie machte ein sicheres und verantwortliches Aufräumen beinahe unmöglich. Betroffene Termine haben meine Kunden und ich deswegen in den Sommer verschoben. Das Feedback auf vergangenen Aufträgen habe ich in ein verbessertes Coaching-Konzept eingearbeitet. Neu stehen auch Unterlagen zur Nachbereitung für meine Neukunden zur Verfügung. Die Unterlagen dienen ebenfalls als Leitfaden für selbständiges Aufräumen und verantwortungsvoller Entsorgung. Weiter sind Unterlagen zum erfolgreichen Online-Verkauf auf Second-Hand-Plattformen erhältlich.

2020 (Q3) Aktuell besuche ich eine Ausbildung zum Trainer / Jugendcoach. Dadurch möchte ich mein Coaching weiterhin verbessern. So kann ich Ihnen denn Schritt zu einem einfacheren Leben mit anhaltender Ordnung noch leichter machen.

Gemeinsamen mit meinen Klienten wurde schon einiges erreicht. Aber überzeugen Sie sich selbst!

meine Medienauftritte

Zero Waste und Aufräumen: Weniger ist mehr!

Eins ist klar: Von mehr Sorge im Umgang mit unserer natürlichen Umwelt würden wir, unsere Kinder und Kindeskinder profitieren. Ein konsumlastiger Lebensstil verbraucht viele Ressourcen und belastet die Natur. Doch wollen die wenigsten von uns ihren Konsum mässigen. Dabei zeigt die Glücksforschung, dass uns Neuanschaffungen nur sehr kurzfristig glücklich machen.

Was hingegen bleibt: ungebrauchte Gegenstände, die wir kaum beachten, aber ein Leben lang abstauben, verstauen und zügeln müssen. Ehe wir uns versehen, türmen sich ungewollte Geschenke, bereits ersetzte Geräte etc. bis unters Dach. Viele solche Dinge zeugen von verflossenen Beziehungen, längst begrabenen Projekten oder aufgegebenen Hobbys. Oft wird dabei vergessen: Gegenstände spiegeln Phasen unseres Lebens wider. Wenn wir mit negativen Phasen abschliessen wollen, so müssen wir uns auch von den dazugehörigen Gegenständen trennen. Denn so haben wir mehr Platz für positive Erinnerungen, ein unbeschwertes Leben im Augenblick sowie leichtes Gepäck für unsere Reise in die Zukunft. – Aufräumen schont die Umwelt (Recycling), hilft anderen (Brockenstube) und schenkt Freiraum sowie Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Probieren Sie es aus!

Mein Beitrag zur Nachhaltigkeitswoche im Wochenblatt Schwarzbubenland. Publiziert am 1. Juli 2019.

Klarheit und Leichtigkeit im Kopf

Schon bald ist wieder Frühling. Für viele Leute kommt dann auch die Zeit, zu Hause mal wieder richtig zu räumen und zu putzen. Das Räumen und Wegwerfen fällt aber nicht allen leicht. 

 
meb. Die Bücher stapeln sich im Regal, die kürzlich gemachten Schnäppchen haben im Kleiderschrank keinen Platz mehr und das Tee-Set, das man von der Lieblingstante zur vorletzten Weihnacht geschenkt bekommen hat, hat bis jetzt mehr Staub als Teepatina angesetzt. Hier kommt Daniel Schwyzer ins Spiel. Der 20-iährige ist dabei, sich neben seinem Studium in Philosophie und Soziologie als Aufräumhelfer ein zweites Standbein aufzubauen. Das heisst, man kann Daniel Schwyzer buchen, um bei sich zu Hause mal wieder richtig zu entrümpeln. Was einfach klingt, ist es nicht für alle, erklärt Schwyzer: «Viele Menschen können nicht loslassen. Sie hängen an Gegenständen, die 0ft mit Erinnerungen verbunden sind. Oder sie glauben, dass die Sachen einfach zu schade sind zum Wegwerfen.» 
 
Er selber habe als Kind nicht so gerne aufgeräumt, sagt Daniel Schwyzer von sich selber. Bis der Moment kam. wo es dem damals 15-Iährigen plötzlich zu viel wurde. Schwyzer fühlte sich in seinem Zimmer erdrückt von all den Sachen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hatten. Er begann aufzuräumen, auszusortieren und wegzuwerfen, was das Zeug hielt. Aus besagtem Moment wurde eine Passion. Als Erstes räumte Daniel Schwyzer auch noch das Zimmer seines Bruders auf, dann die Zimmer einiger Kollegen. Nach Abgabe seiner Maturarbeit wusste der Laufner schliesslich, dass er seine Dienste ab sofort auch gewerblich anbieten möchte, und machte sich an die Gründung seiner Einmannfirma. Daniel Schwyzer holte sich Tipps von Berufskollegen aus der ganzen Schweiz und testete sein neuerworbenes Wissen sogleich bei seinen Schulkolleginnen: auch dort half er beim Aufräumen und Wegwerfen. Nach erneut positivem Feedback nahm Daniel Schwyzer schliesslich auch Aufträge von Studierenden an, die zügeln wollten, nahm dafür aber kein Geld, sondern liess sich als Gegenleistung beispielsweise zum Essen einladen. Letzten Oktober hatte Daniel Schwvzer dann endlich seinen ersten zahlenden Kunden. 
 
Das loslassen lernen 
 
Das Ziel sei es, dass seine Kunden schliesslich selbst mit Freude an das Aufräumen gingen, erklärt Schwyzer. Das Wichtigste bei seiner Arbeit sei es, zuzuhören und das Vertrauen der Leute zu gewinnen. Es sei ihm durchaus bewusst. dass er beim Aufräumen tief in die Privatsphäre der Leute eindringe. «Wir beginnen darum beim Aufräumen nicht bei der Unterwäsche», erklärt Schwyzer schmunzelnd. Die meisten wollen aber dennoch bei der Kleidung beginnen. Wieder andere wünschen sich eine Aufräumaktion im Keller. Eine typische Kundschaft gebe es dabei nicht, er habe schon in kleinen Wohnungen aufgeräumt, aber auch schon im topmodern eingerichteten Einfamilienhaus. 
 
Daniel Schwyzer glaubt. dass sein Konzept grundsätzlich bei allen funktioniere. Es sei immer ein Prozess. Der eine komme damit schneller klar, ein anderer brauche länger. Oftmals genüge es den Leuten aber schon, eine geduldige Person an ihrer Seite zu haben. damit sie mit Aufräumarbeiten beginnen würden. Nach dem Aufräumen ginge es ihnen dann 0ft besser. «Sie fühlen sich befreit, klar und leicht im Kopf». erklärt er. «Sie haben regelrecht Ballast abgeworfen». 
 
Das erste Treffen mit ihm sei jeweils kostenlos, sagt Daniel Schwyzer. Man könne sich so kennen lernen und in der Wohnung beurteilen, was zu tun ist. Die Leute können anschliessend entscheiden, 0b sie mit ihm zusammenarbeiten wollen oder nicht. Es brauche dann in der Regel vier Treffen 51 zwei bis vier Stunden. um eine Aufräumaktion erfolgreich abzuschliessen. 
 
Beim Aufräumen geht es in erster Linie ums Anpacken, aber auch darum, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. «Wir leben im Überfluss», fasst Schwyzer zusammen, «manchmal wäre weniger aber mehr. Es ist besser, weniger Sachen zu geniessen, als immer weiter zu konsumieren. Nur so hat man irgendwann wieder mehr Zeit für das Wesentliche im Leben wie Freunde oder Hobbys.»

Melanie Brêchet, Redakteurin Wochenblatt Schwarzbubenland. Im Interview mit Daniel Schwyzer. Publiziert am 13. Februar 2020.